Pierre Gasly gewinnt chaotischen Grand Prix in Monza
2014 Ski-Unfall von Michael Schumacher Gegen 11 Uhr Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher (44) stürzt auf einer Skipiste in Meribel in den französischen Alpen. Er prallt dabei mit dem durch einen Helm geschützten Kopf auf einen Fels und erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Der Helm, so die Ärzte später, rettet ihm in dieser Situation das Leben. Der Unfall geschieht am Berg Saulire zwischen der blau markierten Piste "Biche" und der rot markierten
Piste "Mauduit" (blau = niedriger Schwierigkeitsgrad, rot = mittlerer Schwierigkeitsgrad). Schumacher fuhr etwa 20 Meter abseits der Pisten in unpräpariertem Gelände. Die Ärzte sprechen später von einem "mächtigen Aufprall" mit "hoher Geschwindigkeit". Dafür sprächen die trotz des Helms erlittenen Verletzungen. Zum Zeitpunkt des Unfalls war Schumachers Sohn (14) bei ihm, dazu weitere, namentlich nicht benannte Begleiter. Einer der Begleiter alarmierte nach dem Sturz umgehend die Rettungskräfte.
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Der Franzose Pierre Gasly gewinnt den chaotisch verlaufenen, zweimal neutralisierten und zwischenzeitlich unterbrochenen Grand Prix von Italien. Gasly vor Sainz und Stroll - das nie und nimmer erwartete Trio auf dem Podium passt zu einem chaotischen Rennen, das zweimal neutralisiert und zwischendurch sogar unterbrochen und neu gestartet werden musste. Gasly bescherte seinem Arbeitgeber den zweiten Sieg, den ersten unter dem Namen AlphaTauri. Vor der auf diese Saison hin vollzogenen Umbenennung hatte die Equipe unter Toro Rosso firmiert. Vor zwölf Jahren, ebenfalls in Monza, hatte Sebastian Vettel in einem Auto des zweiten Teams der Rennorganisation des Getränkeherstellers Red Bull für die Premiere gesorgt. Gasly stand nach einem Formel-1-Rennen schon einmal auf dem Podium. Im vergangenen November war er nicht minder überraschend im Grand Prix von Brasilien hinter Max Verstappen im Red Bull Zweiter geworden. Am Sonntag schied der Niederländer wegen eines Motorproblems aus. Lange hatte nichts auf ein solches Spektakel im Autodromo Nazionale hingedeutet. Die erste Hälfte des Pensums war an der Spitze in den erwarteten Bahnen verlaufen. Lewis Hamilton zog einsam seine Kreise und glaubte sich auf dem Weg zu einem weiteren ungefährdeten Sieg. Ihm schien es nicht schnell genug gehen zu können, um den Beweis antreten zu können, dass das vom Internationalen Automobil-Verband FIA auferlegte Verbot von temporär aubrufbaren zusätzlichen Pferdestärken an der Dominanz des Teams Mercedes wie im Qualifying auch in den Rennen nichts zu ändern vermochte. Doch nach 20 der 53 Runden nahm das Rennen eine völlig andere Richtung. Das Unheil über Hamilton brach mit dem Ausscheiden von Kevin Magnussen im Haas herein. Der Däne musste das Auto wegen eines Motorproblems bei der Einfahrt in die Boxengasse ausrollen lassen, was den Auftritt des Safety-Cars nötig machte. Der mit 16 Sekunden führende Hamilton nutzte die Neutralisation zum umgehenden Reifenwechsel. Er tat dies wie Antonio Giovinazzi im Alpha Romeo allerdings, als die Boxengasse noch nicht freigegeben war. Das Versehen zog für die beiden eine happige Strafe mit sich. Der Weltmeister und der Italiener mussten einmal den Umweg durch die Boxengasse nehmen und ausserdem vor der Garage zehn Sekunden stillstehen. Die Strafe sassen Hamilton und Giovinazzi erst nach dem zweiten Teil des Rennens ab. Zweiter Teil deshalb, weil das Rennen nach einem Unfall von Charles Leclerc im Ferrari unterbrochen und neu gestartet werden musste. Vor dem Monegassen war auch dessen Teamkollege Sebastian Vettel auf der Strecke geblieben. Der Deutsche wurde schon früh wegen eines Bremsdefekts zur Aufgabe gezwungen, womit die debakulös verlaufene Saison für die Roten um ein bitteres Kapitel reicher wurde. Kimi Räikkönen reichte es auch im Chaos nicht zum ersten Punktegewinn in der laufenden Saison. Der Finne, der vor dem Neustart Platz 4 eingenommen hatte, belegte Platz 13. Giovinazzi fand sich an 16. und letzter Stelle wieder.
Freude pur: Pierre Gasly nach seinem Überraschungssieg in Monza
Motorsport Monza