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Unfall und Tod Am 5. Oktober 2014 verunglückte Bianchi beim Großen Preis von Japan in Suzuka schwer. In der 41. Runde kam er auf regennasser Fahrbahn von der Strecke ab und prallte in das Heck eines Bergungsfahrzeuges, das gerade den vorher von der Strecke abgekommenen Sauber von Adrian Sutil barg. Das Rennen wurde abgebrochen. Bianchi wurde zunächst an der Rennstrecke notfallmedizinisch versorgt und dann ins nahe gelegene Universität-Mie- Krankenhaus gebracht, in dem er operiert wurde. Am 19. November 2014 gaben Bianchis Eltern bekannt, dass ihr Sohn nicht mehr im künstlichen Koma liege und selbständig atmen könne. Er wurde in seine Heimatstadt Nizza geflogen. Nach neun Monaten im Koma erlag er am 17. Juli 2015 im Krankenhaus von Nizza den Folgen seiner bei dem Unfall erlittenen Verletzungen. Bianchi ist der erste bei einem Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft tödlich verunglückte Fahrer seit Roland Ratzenberger und Ayrton Senna beim Großen Preis von San Marino 1994. Als Zeichen des Respekts und Andenken entschied die FIA, seine Startnummer 17 in Zukunft nicht mehr neu zu vergeben. Bianchis Leichnam wurde, wie in seinem Testament verfügt, nach der Trauerfeier eingeäschert und seine Asche anschließend im Rahmen einer Seebestattung im Mittelmeer nahe Nizza verstreut. Im Mai 2016 gab Bianchis Familie bekannt, gegen die FIA, die Formula One Group sowie Manor Racing, den Nachfolgerennstall von Marussia, rechtliche Schritte einzuleiten. Neben Justin Wilsons tödlichem Unfall 2015 in der IndyCar Series war der Unfall von Jules Bianchi einer der Gründe, weshalb die FIA im Juli 2017 beschloss, das Halo-System für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2018 einzuführen.
Jules Bianchi bei Formel-1-Testfahrten für Ferrari Jules Bianchi auf dem Hockenheimring 2009 in einem Fahrzeug der Formel-3-Euroserie Bianchi beim Großen Preis von Singapur 2014
Dank Turbo: Autos in Monza mehr als 370 km/h schnell? In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Marco Pichler aus Wien wissen: «Ich höre, dass die neuen Turbo-Autos auf den Geraden bis zu 20 km/h schneller sind als vor einem Jahr. Kommt da in Monza ein neuer Speed-Rekord auf uns zu?» Vor dem Blick voraus ein Blick zurück: 2004 erreichte der Williams-BMW von Antonio Pizzonia im Monza-GP 2004 369,9 km/h, neuer Rekord. 2005 verbesserte Kimi Räikkönen diesen Wert beim Traditionsrennen im Parco di Monza – 370,1 km/h im McLaren- Mercedes. Noch schneller ging es bei den Monza-Tests mit McLaren- Fahrer Juan-Pablo Montoya: 372,6 km/h, doch dies basierte auf einer Team-Messung. Noch schneller ging es im November 2005, als BAR-Honda ihr Modell 007 (ausgerechnet!) auf den US-amerikanischen Salzsee von Bonneville (Utah) nahm. Der Südafrikaner Alan van der Merwe kam auf 413 km/h, allerdings in einem umgebauten Fahrzeug mit so gut wie keinem Abtrieb. Im Juli 2006 folgte ein zweiter Ausflug aufs Salz, dieses Mal gelangen die für den offiziellen Rekord vorgeschriebenen zwei Läufe, mit einem Schnitt von 400 Sachen. Allerdings war der Wagen mit einem Stabilitäts-Ruder ausgerüstet, womit er eigentlich nicht mehr den Formel-1- Vorschriften entspricht.
Motorsport Jules Bianchi