Volksschauspieler
Günter Schubert wurde am 18. April 1938* im niederschlesischen Weißwasser (Oberlausitzkreis) geboren. Zum Schauspieler wurde er auf Umwegen. Er erlernte zunächst den Beruf des Kelchglasmachers. Nebenbei spielte er als Laienschauspieler im Arbeitertheater in Bad Muskau und am Theater der Bergarbeiter in Senftenberg. Aus seinem Hobby wurde schließlich ein Beruf. Am Theater in Bad Muskau absolvierte er eine Schauspielerausbildung und übernahm ab 1962 Theaterrollen in Senftenberg. Zwei Jahre später wechselte er ans Hans-Otto-Theater nach Potsdam. 1970 wurde Günter Schubert Mitglied des Schauspielerensembles des Fernsehens der DDR. Hier wurde er für seine komödiantischen Rollen bekannt. Als "Matrose" Thomas Müller in der erfolgreichen Fernsehserie "Zur See" gelang ihm der Durchbruch. Durch die Serien "Bereitschaft Dr. Federau" und "Treffpunkt Flughafen" wuchs sein Bekanntheitsgrad. Doch er bewies sich auch als Charakterdarsteller. In der Folge "Polizeiruf 110: Der Mann im Baum" (1988) spielte er mit großer Intensität einen Sexualstraftäter. Aber auch als Synchronsprecher in diversen DEFA-Produktionen machte er sich einen Namen. Außerdem sprach er die Synchronstimme des Kjeld Jensen im vierten und fünften Teil der Olsenbandenreihe, die in der DDR sehr beliebt war. Nach der Wiedervereinigung spielte Schubert im gesamtdeutschen Fernsehen in unterschiedlichen Fernsehserien mit. Bekannt wurde er hier durch die Hauptrolle als Peter Boehling in der ZDF-Serie "Elbflorenz". Aber auch in anderen populären Serien spielte er sich in die Herzen der Zuschauer. So war er in "Der Landarzt", "Auf Achse", "Liebling Kreuzberg", "Leinen los für MS Königstein", "SOKO Leipzig" oder "Sabine!" zu sehen. Seit 1999 spielte er an der Komödie Dresden auch wieder in Theaterrollen, zum Beispiel in "Der Raub der Sabinerinnen" oder "Die Weihnachtsgans Auguste". Günter Schubert wohnte seit etwa 1964 in Potsdam. Mit seiner Ex-Frau Jutta war er 39 Jahre verheiratet und pflegte mit ihr auch nach der Ehe ein freundschaftliches Verhältnis. 2004 heiratete er seine Künstleragentin Petra Nathan, mit der er in Kienwerder und ab 2007 in Berlin lebte. Günter Schubert hatte zwei Kinder, Babett und Alexander. Im Januar 2008 starb Günter Schubert nach kurzer, schwerer Krankheit in der Klinik "Havelhöhe" in Berlin-Kladow.
Kapitän Karsten (Horst Drinda), Matrose Thomas (Günter Schubert) und der Schiffskoch (Bernd Storch) in der DDR-Serie "Zur See" von 1976. Hier in der Folge vier: "Die Kollision". Die Serie war eine der erfolgreichsten und meistgesehenen Produktionen im DDR Heinrich (Günter Schubert) und Martin Kirst (Bernhard Baier) in Folge fünf "Mein Kumpel Heinrich" der siebenteiligen DEFA-Serie "Ein Zimmer mit Ausblick" von 1978 Günter Schubert war für alle, die ihn kannten, ein echter Kumpel. Bodenständig, freundlich, professionell. „Schubi wird dem Publikum, aber auch dem Theater und Fernsehen fehlen“, sagt Herbert Köfer. „Nach der Wende war er derjenige, der das DDR-Fernsehens
Lausitzkanal Günter Schubert