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«Dezember»
Auch der Name des letzten Monats im Jahreskreis wird durch den altrömischen Kalender begründet, nach dem er als der zehnte Monat v des Jahres (lat. decem - zehn) gezählt wurde.l Das in diesen Monat fallende Weihnachtsfest führte zu den deutschen Bezeichnungen „Christ-" oder „Weihnachtsmonat", wovon auch die altertümliche Form „Weihmond" zeugt. Im Dezember sei der Winter kühn, Weihnachten nur in der Stube grün. Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, und die Glanzlichter des Weihnachtsfestes schicken ihre Strahlen voraus. In der Natur ist die Winterruhe eingekehrt. Während der phänologische Winter bereits mit der Verfärbung des Laubes der Stieleiche seinen Einzug hielt, hat mit Monatsbeginn auch der meteorologische Winter seinen Anfang genommen. Trotz allem Ungemach, das richtiges Winterwetter nun einmal mit sich bringt, erwarten wir nun solches, und das um so mehr, da wir wissen, daß Wiesen und Saaten jetzt der schützenden und wärmenden Schneedecke harren, daß Schnee und Kälte im Dezember gute Vorzeichen für das kommende Erntejahr sind: Ist der Winter hart und weiß, wird der Sommer schön und heiß. Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbares Jahr mit Futter und Klee. Dezember kalt mit Schnee gibt Frucht auf jeder Höh'. Bringt Dezember Kälte und Schnee ins Land, dann wächst das Korn gut, | selbst auf dem Sand. Im Dezember Schnee und Frost, das verheißt viel Korn und Most. So hoch im Dezember der Schnee auf den P Wiesen liegt, so hoch soll im Heuert das Gras stehen. Im Dezember Frost, im Januar Kälte und im Februar wieder Frost ',„ ist halber Dünger. Im Dezember trocken und eingefroren, macht, daß der Weinstock mehr Kälte als ein Fichtenbaum vertragen kann. Kalter Dezember und fruchtbar' Jahr sind vereinigt immerdar. Zu den Vorzeichen für baldigen Eintritt einer so begehrten Wetterlage erfahren wir: Wenn der Nord zum. Vollmond tost, folgt ein langer harter Frost. Ostwind bei Vollmondschein bringt strenge Kälte ein. Wind aus Nord und Ost bedeutet starken Winterfrost; und bat die Sonne keinen Rand, hat das Wetter vier Wochen Bestand. Nebel bei Ostwind macht es bald gelind, Nebel bei Westwind bringt Kälte geschwind. Funkeln die Sterne bei ganz hellem Himmel, dann gibt's starken Frost. Entsteigt Rauch gefrorenen Flüssen, so ist auf strenge Kälte zu schließen. Goldammern in den Straßen, Kälte über die Maßen. Schneit es/ein und klein, so friert es Stein und Bein; schneit es aber wie Wolle, so wird die Kälte nicht volle. Donner im Dezember zumal bringet uns der Kälte Qual. Die zu erwartenden Folgen für den tatsächlich eingetretenen Wetterverlauf'werden uns nicht vorenthalten: Sind im Dezember die Nächte hell und klar und besonders die Milchstraße hell schimmernd, so soll große Fruchtbarkeit folgen. Donnert's im. Dezember gar, bringt viel Wind das nächste Jahr. Trock'ner Winter - dürrer Sommer. Dezember mild mit vielem Regen, , gibt nächstem gar wenig Segen. Wenn es nicht wintern tut, wird der Sommer selten gut. Auf Regen und Wind im Dezember folgt ein milder Januar. Christmond launisch und lind, der ganze Winter ein Kind. Fließt jetzt noch der Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft. Sternschnuppen im Winter in heller Masse, ! melden uns Sturm und fallen in's Nasse. Fällt der erste Dezemberschnee auf ' gefrorenen Boden, folgt ein weißes Weihnachten. Wenn wir uns die Wetterregeln des Monats Dezember vor Augen  führen, dann sollten wir in besonderem Maße dessen eingedenk sein, daß die Tage des zu Ende gehendenjahres seit alters her in besonderer Weise dazu angetan waren, die Menschen zur Besinnung, zum Nachdenken anzuregen. Die immer länger werdenden Nächte, das scheinbare Ersterben der Natur und die zwingende Notwendigkeit, sich vor den Härten des Winters in der schützenden Behausung zu bergen, trugen nicht wenig dazu bei, die Sehnsucht nach dem wiederkehrenden Licht, nach neuem Leben in der Natur zu wecken und zu nähren, gleichzeitig aber auch Gefahren zu fürchten, die in dieser Zeit den Menschen durch Kälte, Krankheit und sonstige Not drohten. Die zwangsläufige Beschränkung auf häusliche Aufgaben, die nachbarliche Zusammenkunft der Menschen in Spinn- und Arbeitsstuben zwecks ^' gemeinsamer Verrichtung winterlicher Arbeiten und die Möglichkeit. dabei Erfahrungen auszutauschen und von Erlebnissen zu berichten, mag wohl nicht wenig dazu beigetragen haben, daß die Phantasie zuweilen die Oberhand gewann und Geschehnisse zu Geschichten umgeformt wurden. Wenn auch heute niemand mehr an den „Wilden Jäger" glaubt, der in dunklen Winternächten durch die Lüfte tost, so ist doch der Glaube an die Träume in den „Zwölf Nächten" (25. Dezember bis 6. Januar), die sich in den entsprechenden Monaten des folgenden Jahres erfüllen sollen, noch nicht ganz ausgestorben. Auch die Lostagsregeln des Monats Dezember lassen etwas verspüren von all dem, was um das Weihnachtsfest kreist und was sich beim Ausblick auf das neue Jahr gedanklich einstellt. Vor allem ist ihre Konzentration auf die Weihnachtstage selbst beachtlich. In die erste Adventswoche fallen in der Regel auch die Gedenktage St. Eligius (l. Dezember), St. Luzius (3. Dezember) und St. Barbara (4. Dezember). Ihnen folgt am 13. Dezember St. Lucia. Von unterschiedlicher Wichtigkeit sind ihre Aussagen: Wird's am l. Advent erst kalt, hält das Eis zehn Wochen bald. Wenn die Kälte in der ersten Adventswoche kam, so hält sie zehn volle Wochen an. Fällt zu St. Eligius ein starker Wintertag, die Kalt' wohl vier Monde dauern mag. St. Luzen macht den Tag stutzen. St. Barbara soll Blütenknospen zeigen. Auf Barbara die Sonne weicht, aufLuzian (8. Januar) sie wieder herschleicht. St. Lucia findet zu kurz den Tag,  drum wird er verlängert acht Tage danach. Nach diesem Hinweis auf die Wintersonnenwende, die auf den 21. Dezember fällt und die zugleich den astronomischen Winter einleitet, gelangen wir zu den Haupt-Lostagen des Monats, den Weihnachtstagen. Zuvor aber noch einen Blick auf den Sonnwendtag selbst: St. Thom kehrt den Tag um.  Friert es am kürzesten Tag,  fällt das Köm im Preise; ist es gelindes Wetter, steigt der Preis. Am 24. Dezember, auf den zugleich der Jahrestag Adam und Eva und der Weihnachtsabend fällt, soll sich das Wetter für die letzten Tage des Monats entscheiden. Wie's Adam und Eva spend't, f bleibt das Wetter bis zum End'. Wie die Witterung zu Adam und Eva, so pflegt sie bis Ende des Monats zu sein. Ist Weihnachten kalt, kommt der Winter hart und der Frühling bald. Ist die Christnacht hell und klar, folgt ein höchst gesegnet' Jahr. Christnacht hell und schön, soll der Segen zu Lande geh 'n. Helle Christnacht, finst're (volle) Scheuer,  finst're Christnacht, helle (leere) Scheuer. Schnee in der Christnacht bringt gute Hopfenernte. Es wäre wenig sinnvoll, die auf die Weihnachtstage bezogenen Wetterregeln jetzt weiter zu zitieren, ohne von einem Umstand Kenntnis zu nehmen, der dir das Wetter an Weihnachten von massgeblichem Einfluss ist. Es handelt sich um die „Weihnachtszyklone", ein atmosphärisches Tiefdruckgebiet, das sich in Mitteleuropa mit großer Regelmäßigkeit an Weihnachten einstellt. Das damit verknüpfte „Weihnachtstauwetter", das nach vorhergegangener Schnee- und Kälteperiode etw acht Tage vor Weihnachten einsetzen und bis nach den Feiertagen anhalten kann, ist also keineswegs als Ausnahme, sondern als Wetter-Regelfall anzusehen, kann aber auch einmal ausbleiben. Verstehen wir also recht: Ein Weihnachtsfest mit Schnee und Kälte gehört in unseren Breiten zwar zum Wunschdenken eines jeden, sein Eintreffen ist aber in Wirklichkeit als Ausnahmefall anzusehen. Eigentümlicherweise wird dem Weihnachtstauwetter in den Bauernregeln nicht, zumindest nicht mit der Klarheit und Deutlichkeit Rechnung getragen, wie wir das bei anderen Wetter-Regelfällen finden. Gerade deshalb können wir nicht umhin, zumindest einen Teil der auf Weihnachten bezogenen Regeln mit etwas mehr Skepsis zu betrachten, als das sonst notwendig ist. Vor allem betrifft dies die negative Wertung trüber, regnerischer Weihnachtstage, des „grünen" "Weihnachtens ohne Schnee, was nach dem eben Gesagten ja doch den Regelfall darstellt. Ist's zu. Weibnachten feucht und naß, gibt's leere Speicher, leeres Faß. Weihnachten naß, leer Scheun' und Faß. Um Weihnachten schadet die Nässe keiner Saat, desto mehr aber nach Weihnachten. Ist gar gelinde der heilige Christ, der Winter darüber wütend ist. Wenn's um Weihnacht' ist gelind, sich noch viele Kalt' einfind't. Ist Weihnachten gelind, im. Januar die Kälte beginnt. Ist das Wetter um Weihnachten gelinde, so dauert die Kälte gewöhnlich bis in 's Frühjahr hinein. Ist's zur Weihnacht warm und lind, kommt zu Ostern Schnee und Wind. Christtag an der Tür, Ostern am Für (Feuer). Grünen zu Weihnachten Feld und Wiesen, kann leicht zu Ostern, der Frost sie verschließen. Weihnacht', das im grünen Kleid, hält für Ostern Schnee bereit. Grüne Weihnacht und Krähe im Klee, liegt zu Ostern bestimmt noch Schnee. Grüne Weihnacht - weiße Ostern. In der Zusammenfassung dessen müßten wir jetzt zu folgendem Schluß „gelangen: Da in der Regel zu Weihnachten mit Tauwetter zu rechnen ist, daher das Wetter mild und die Felder und Wiesen grün sind ("'grün" ist dabei nur als Gegensatz zu „weiß" zu verstehen), wäre nach obigen Aussagen ebenso in der Regel mit einem sehr langen Winter, Schnee an Ostern und - in der weiteren Folge - mit leeren Scheunen und Fässern zu rechnen. Bezieht man in diesen Zusammenhang noch den Hinweis ein: Wie der Dezember, so der kommende Juni, dann wären im Regelfälle die Aussichten für das jeweils folgende Jahr wahrlich sehr betrüblich. Daß dieser Schluß fehlerhaft sein muß, wird von jedem bestätigt werden, der sich schon einmal ein wenig mit Wetterbeobachtungen beschäftigt hat. Daher liegt auch die Vermutung ^ nahe, daß zumindest einige der genannten Regeln in der Zeit vor Einführung des Gregorianischen Kalenders entstanden sind, zu einer Zeit also, da aufgrund der Abweichungen gegenüber unserer Zeitrechnung möglicherweise ein solches Regelverhalten zutreffend gewesen ist. Zu vermuten, die Menschen jener Zeit seien offensichtlichen Irrtümern erlegen, hätten beobachtete Ausnahmen fälschlicherweise zu Regeln unifunktioniert, ist zum mindesten weniger wahrscheinlich. Doch sehen wir weiter, welche Deutungen das Weihnachtswetter sonst noch erfährt. Ist es windig an den Weibnachtstagen, so sollen die Bäume viel Früchte tragen. Stürmt es zur 'Weihnachtszeit, gibt es viel Obst. Bläst der Wind am Stepbanstag (26. Dezember), so wird der Wein im nächsten Jabr schlecht. Windstill muß St. Stephan sein, t soll der nächste Wein gedeih 'n. Ist es windig an den Weihnachtsfeiertagen, so sollen die Bäume recht viel Obst tragen. Hat die Sonne des Morgens ihren Schein, so wird man im folgenden Jahr haben viel Wein; am Ostertag wirst du unstet' Wetter ha'n, die Winde sollen durcheinander gähn. Hat aller etwa dieser Tag einen schönen Schein, so wird glückliche Zeit bedeutet sein. Hängt zu. Weihnachten Eis an den Weiden, so wirst du zu Ostern Palmen schneiden.   Klappern die Bäume vom Eis in den Weihnachtstagen, so werden sie im nächsten Jahr viel Früchte tragen. Scheint die Sonne am Christtage klar, so bedeutet's ein glückliches Jahr. Scheint am Stephanstag die Sonne, so gerät der Flachs zur Wonne. Weihnacht klar-gutes Weinjahr. Johannes (27. Dezember), der Evangelist, am liebsten in hartem Wetter ist. Ist der Johannistag dunkel, so folgt ein gutes Jahr. Hier die Deutung des Gesanges der ehemals in Käfigen gehaltenen Nachtigallen, eines heute vergessenen Brauches, der auch in dem Weihnachtslied „Sing und jubiliere. Weihnachtsnachtigall ..." Erwähnung findet: Schlagen die Nachtigallen in den Stuben nach Weihnachten schon, so wird der Frühling bald kommen. An dieser Stelle darf natürlich auch die 12-Nächte-Regel nicht unerwähnt bleiben. Sie geht auf die alte Vorstellung zurück, daß sich in diesen Tagen das Wetter des ganzen nächsten Jahres entscheidet: Wie sich die Witterung vom Christtag bis Heilige-drei-Könige (6. Januar) verhält, so ist das ganze fahr bestellt. \~ Wer es aber ganz genau wissen möchte, der beobachte das Wetter im Zeitraum dieser zwölf Nächte Tag für Tag und Nacht für Nacht; denn jeder volle Tag bedeutet einen Monat des folgenden Jahres. Begonnen wird dabei am Abend des 25. Dezembers: Das Wetter von Abend bis Mitternacht bedeutet das erste Viertel des Monats, von Mittemacht bis Morgen das zweite, von Morgen bis Mittag das dritte und von Mittag bis Abend das vierte Viertel. Recht erschrecklich sind die Ankündigungen, die wir jetzt erfahren, falls das Wetter weniger gut als erhofft eintritt: Von Weihnachten bis auf Dreikönigstag aufs Wetter man wohl achten mag; ist's regen-, nebel-, wolkenvoll, viel Krankheit es erzeugen soll. Sitzt vom Cbristtag der Nebel fest bis zum Dreikönigstage. dann drohen Krankheit, Pest und noch manche andre Plage. Wenn 's von Weihnachten bis Heilige-drei-Könige nebelig und dunkel ist, ^ werden viel Krankheiten im Jahr sein. Weht der Dezemberwind aus Ost, bringt er den Kranken schlechten Trost. Je trüber und nasser die Wintertage, desto mehr Arbeit für den Leichenwagen. Grüne Weihnachten - fetter Kirchhof. Der Winter ist ein unwerter Gast für alte Leute. Leider lassen sich die Sprüche zum letzten Lostag des Jahres, dem Silvester-Tag (31. Dezember), auch nicht viel optimistischer an: Wind in der Silvesternacht wenig Hoffnung auf s Jahr macht. Wind in St. Silvesters Nacht hat nie Wein und Köm gebracht. Silvesternacht Wind, früh Sonnenschein, verdirbt die Hoffnung auf Korn und Wein. Der Gang durch das Jahr in der Bauernregel ist damit beendet. Wir haben viel erfahren und zur Kenntnis genommen. Aber es fällt schwer, mit den unfreundlichen Prognosen, die uns gerade am Ende des letzten Monats zur Kenntnis gegeben wurden, Abschied zu nehmen. So wollen wir also versuchen, uns den notwendigen Optimismus für das neue Jahr zu erhalten, wenn man uns zum Schluß hoffnungsfroh versichert: Je dunkler es über Dezember-Schnee war, desto mehr leuchtet Segen im künftigen Jahr. II. Allgemeine Wetterregeln Je drei Tag' Sonn' und ein Tag Regen gleicht aus in Niederung und Höh' den Segen. An der Wahrheit dieser Feststellung möchte wohl niemand ernsthaft zweifeln. Bliebe nur die Frage offen: Wie kann man's erreichen? Darauf gehen unsere Bauernregeln allerdings auch keine Antwort, und wir müssen uns wahrhaftig schon weiter damit begnügen, das Wetter so zu nehmen, wie es eben ist. Trotzdem, und das bleibt uns unbenommen, können wir Anzeichen im Wettergeschehen deuten und Schlüsse auf die Weiterentwicklung ziehen, die den täglichen Wetterbericht zu ergänzen vermögen und vor allem örtlich von Bedeutung sind. Eine Anleitung dazu geben uns die nachstehend aufgeführten allgemeinen Wetterregeln. Bedenken wir jedoch auch dabei: Wer allzeit auf alle Wind' will sehn, der wird nicht säen und nicht mäh 'n. Es ist Regenwetter zu erwarten Wenn die Sonne scheint sehr bleich, ist die Luft an Regen reich. Gibt Ring oder Hof sich Sonn' oder Mond, bald Regen und Wind uns nicht verschont. Je weiter man sieht, desto näher der Regen. Hängen sich Wolken an die Spitzen der Berge, dann gibt es Regen. Hat der Gebirgsbach Rauch, so wird schlechtes Wetter. Wenn der Nebel den Berg raufzieht, kommt er in drei Tagen als Regen wieder. Morgenrot - Abendkot. Ist der Himmel verschleiert und zeigt er Wölkchen auf dem Dunst, so ist Regen in Aussicht. Wenn der Himmel gezupfter Wolle, gleicht, das schöne Wetter bald dem Regen weicht. Sind morgens Himmelsschäfelein, wird's nachmittag hageln oder scbnei'n Himmel mit Schäfchen, Wasser im Schäffchen. Wenn Zirruswolken nach Osten ziehen, so folgt Regen, und zwar um so eher, je schneller sie ziehen. Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, so gibt's am ändern Tage Regen. Auf dicke Wolken folgt schweres Wetter, auf dicke Luft folgt Donnerwetter. Weht der Wind aus Süden, ist uns bald Regen beschieden. Großer Wind ist selten ohne Regen. Wenn kleiner Regen will, macht großen Wind er still. Dicke Abendnebel hegen öfters für die Nacht den Regen. Donnert's am Abend, so kommt nachts ein Gewitter; Donner am Morgen bringt Wind und Regen, für den Tag. Frühgewitter kehren am Nachmittag wieder. Wetter, die langsam ziehen, schlagen am schwersten. Taut es nicht in windstillen heiter'n Nächten, so kann auf baldigen Regen man rechnen. Mag der Rauch nicht aus dem Schornstein wallen, dann wird der Regen aus den Wolken fallen. Baden, die Tauben, stehen Gänse und Hennen auf einem Fuß, bedeutet's Regen. Wenn Finken und Buchfinken sich ganz früh vor Sonnenaufgang hören lassen, verkünden sie nahen Regen. Kräht der Hahn am Abend, regnet's am folgenden Tag. Wenn ein Huhn wie ein Hahn kräht, gibt's anderes Wetter: Im Sommer Regen oder Nebel, im. Winter Schnee. Reißt die Spinne ihr Netz entzwei, kommt der Regen bald herbei. Wenn große Spinnen herumkriechen, kommt binnen drei Tagen Regen. Die Hunde fressen Gras, dann wird es beut' noch naß. Regnet's am Sonntag vor der Meß', ist die ganze Woche durchnäßt. Regen oder Sonnenschein Am Abend rote Sonne, ist des Schäfers Wonne; Rotsonne am Morgen, bringt dem Schäfer Sorgen. Gut' Wetter kündet Abendrot, doch Morgenrot bringt Wind und Kot. Ist der Himmel am Abend blaßgelb. so zeigt er Feuchtigkeit an; eine graue Färbung am Abend ist günstig. Nebel, der sich steigend hält, bringt Regen, doch klar' Wetter, wenn er fällt. Kommen nach Sonnenuntergang Nebel auf Flüssen und Wiesen, so ist anhaltend gut' Wetter; steigen sie morgens auf, so geh 'n sie abends als Regen herunter. Flimmern am Himmel die Sterne, dann folgt Wind. sehr gerne. Wind vom Sinken der Sonn' ist mit Regen verbündet; Wind vom Steigen der Sonn' uns gut' Wetter verkündet. Kommt der Wind vor dem Regen, kannst du dich ruhig schlafen legen; kommt der Regen vor dem Wind, dann mach' alles fest geschwind. Wie der Wind am dritten, besonders aber am vierten und fünften Tag nach Neumond weht, so weht er den ganzen Mond hindurch. Regnet's früh von vier bis neun Uhr morgens, so kommt bis Mittag noch Sonnenschein; fängt's bei trübem Himmel nachmittags oder abends zu regnen an, so regnet's auch den folgenden Tag. Wenn Spinnen fleißig weben im Freien, läßt sich dauernd schön' Wetter prophezeien; weben sie nicht, wird's Wetter sich wenden, geschieht es bei Regen, wird er bald enden. Wenn die Schnecke ein grünes Blatt mitführt, es gewiß gutes Wetter wird; beladet sie sich mit Grund, tut sie starken Regen kund. Das Wetter wird schön Wenn die Schwalben nahe am Boden fliegen, so bedeutet's Regen; fliegen sie aber hoch, gutes Wetter. Wenn die Hennen früh schlafen geben, zvird am nächsten Tag gutes Wetter; im umgekehrten Falle schlechtes. Eine Elster allein ist schlechten Wetters Zeichen; doch fliegt das Elsternpaar, wird schlechtes Wetter weichen. Der Mittag des Freitags prägt oft uns ein, wie künft'gen Sonntag das Wetter wird sein. Sonntagswetter bis Mittag ist Wochenwetter bis Freitag. Montagswetter wird nicht Wochen alt. Wenn die Mondhörner zwischen Neumond und erstem Viertel klar, spitz und deutlich erschienen, deutet's auf gutes Wetter; erscheinen sie trüb und stumpf, hat man schlechtes, veränderliches Wetter zu erwarten. Der schönste Tag beginnt mit einer stillen Morgenröte. Grauer Morgen - schöner Tag. Der Morgen grau, der Abend tot, ist ein guter Wetterbot'. Regen in der Frühe gilt als gut' Zeichen aller Welt. Morgenregen und Altweibertanz dauern nicht lang'. Frühregen entweicht, eh' die Uhr auf zwölfe zeigt. Frühregen und frühe Gäste bleiben selten über Nacht. Wenn kurz vor Vollmond der Sonnaufgang neblig war, wird's Wetter in den nächsten Tagen warm und klar. Will das Wetter durchaus nicht stehen, wird's am Voll- oder Neumond geschehen. Ist bei schlechtem Wetter in der dem Winde entgegengesetzten Richtung eine andauernde belle Stelle, so wird der Wind bald drehen und das Wetter freundlicher werden. Zeigt die Sonne bei ihrem Untergang an Regentagen oder bei bedecktem Himmel ihre ganze Scheibe oder erscheinen helle Stellen zwischen den Wolken, so deutet das auf gutes Wetter. Rauher Montag -glatte Woche.
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